Insel Naxos
Naxos, die größte Insel der Kykladen, präsentiert sich im Osten mit steilen Ufern und im Westen mit ebenerem Gelände. Von Norden nach Süden wird Naxos von einem Granitgebirge durchzogen, dessen Berg Zas die höchste Erhebung ist.
Die Terrassengärten in den romantischen Bergdörfern sind sehr fruchtbar; vor allem werden Obst, Gemüse, Wein, Oliven und Getreide angebaut. Durch die Viehzucht wird auch die Versorgung mit Milchprodukten gewährleistet.
Eine immer zentralere Bedeutung gewinnt der Tourismus auf Naxos. Der Strand von Plaka war einst mit seinen Dünen ein Geheimtipp. Mittlerweile wird er sehr stark genutzt. Die Bucht von Plaka ist ein Paradies für Surfer, da hier ideale Windverhältnisse herrschen. Das Wasser auf Naxos ist herrlich sauber und die Sandstrände verlaufen flach ins Meer. Vor allem die Strände an der Westküste sind weniger bekannt.
Die Portara, das mächtige Tor des Opisthodoms, ist das Wahrzeichen von Naxos. Es ist das einzige Überbleibsel eines unvollendeten Dionysos-Tempels. Überragt wird die Hauptstadt der Insel von einer Burganlage, die von den Venezianern erbaut wurde. Im Inneren der Burgstadt wurde ein Museum über „Venezianische Wohnkultur“ eingerichtet. Außerdem befinden sich hier Wohnsitze der katholischen Aristokratie.
In einigen Stadtvierteln der Bürgerstadt unterhalb des Burgberges sind die mittelalterlich engen Gassen erhalten geblieben. Strategisch über die ganze Insel verteilt stehen burgartige venezianische Türme aus dem späten Mittelalter. Sie dienten gleichzeitig als Landsitze des Adels und als Festung gegen Angriffe vom Meer.
Drei antike, unvollendete monolithische Kolossalstatuen, so genannte Jünglinge oder Kuroi, werfen Fragen auf. Sie waren für Heiligtümer bestimmt und stellen wahrscheinlich Götter dar.